Gestresst, Stress, Hilfe, Ratschlag, Selbstführung, Thomas Kölblin-Herzig

Gestresst? Ist Ihr Werkzeugkasten auch leer?

Auf die Frage: „Wie geht es Ihnen?“, höre ich immer wieder: „Ich bin gerade ganz schön gestresst!“ Antworten Sie auch fast automatisiert mit sichtbarem Verständnis: „Oh, was ist passiert?“  Nicht selten folgt im Weiteren eine Litanei der persönlichen TO-DO-Liste oder eine Aufzählung aller scheinbar widrigen Umstände.

Natürlich hat das belastende Gefühl der Situation seine Berechtigung. Nur eine entscheidende Fähigkeit kommt dabei, aus meiner Sicht, weniger zur Sprache. Der persönliche Umgang mit diesen stressigen Widrigkeiten.

Ihre Lösungswerkzeuge dafür, Ihr Werkzeugkasten, scheint diesbezüglich leer zu sein.

Aber was ist eigentlich Stress – trivial betrachtet?

Die WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) definierte 2019: Unter Stress versteht sich die Beanspruchung des Menschen durch innere und äußere Reize oder Belastungen. Aus der Perspektive der Psychologie klingt es greifbarer: Als Stress im psychologischen Sinne wird eine körperliche und psychische Reaktion eines Menschen auf eine als nicht bewältigbar wahrgenommene Situation bezeichnet.

Um der Machtlosigkeit in der Situation aktiv zu begegnen, fehlt also das passende Werkzeug.

Die Welt ist auf Hochgeschwindigkeitskurs

Komplexität umgibt uns mehr und mehr, fast schon permanent. Aber nicht nur die Komplexität, sondern Geschwindigkeit, stetige Veränderung und Unsicherheiten kommen hinzu. Der Umgang damit ist die zukunftweisende Kompetenz. Damit wird Stress gemindert, präventiv gehandelt und das Burn-out aussortiert.   

Stress findet nicht im Außen statt, sondern ganz persönlich im eigenen Umgang. Unsere innere Haltung bestimmt das Ausmaß im Stresserleben. Sie haben die Wahl und die Option! 

Wie kann dies in einer zeitgedrängten und komplexen Welt gelingen? Meine Frau hat eine klare Antwort: Als erstes mal eine Latte Machiato schlürfen und den Moment genießen. Einfach mal aussteigen aus dem Gedankenkarussell. 

Ok. Das soll die Lösung sein? Wenn das Leben so einfach wäre …

Zeigen Sie dem Stress-Thema den richtigen Platz im Kalender

Toller Ratschlag oder besser schräger Spruch? Auf den ersten Blick vielleicht. Kennen Sie diese Situation: Sie sind an einer Sache dran. Tausend Gedanken zu ihren anderen To-Dos kreisen pausenlos. Konzentration schier unmöglich.

Was hilft? Nehmen Sie sich ein paar Minuten für diese nervigen Ablenkungs-Stressoren. Akzeptieren Sie Ihre Gedanken der Ablenkung und greifen Sie diese auf. Betrachten Sie Ihren Kalender. Wann wollen Sie sich nun konkret um dieses eine Thema kümmern? Machen Sie diesem ablenkenden Gedanken einen festen Termin im Kalender. Dort hat dieser Platz. Terminieren Sie den Gedanken nicht nur, sondern notieren Sie auch gleich den ersten möglichen Lösungsschritt dazu. Das Stress-Thema wird so nicht verdrängt, sondern bekommt einen festen Zeitpunkt zugewiesen. Aus To-Do-Listen werden so geplante Aktionen. Sie fühlen Entlastung. Die Fachsprache nennt dieses Phänomen: „vorweggenommener Abschluss“. Damit können Sie wieder zu der Fokus-Aufgabe zurückkehren und verlieren sich nicht in der Masse und dem Druckgefühl, alles im Blick behalten zu müssen.

Eine andere Möglichkeit sich in der Gedankenflut zu entlasten ist, Stress loszulassen. Vielleicht stecken Sie in einer komplexen Planung oder Vorbereitung. Doch ein Gedanke lenkt Sie immer wieder ab! Dieser Gedanke belastet die Konzentration. 

Ein Papierflieger hilft! Und wie? Schreiben Sie den belastenden Gedanken, Ihren momentanen Stressor, auf ein Blatt Papier. Jetzt falten Sie aus diesem Blatt mit dem Gedanken-Schurken einfach ein Papierflieger und lassen diesen Gedanken mit einem Wurf davonfliegen. Mit dem Falten zum Papierflieger wird Ihr störender Gedanke buchstäblich in das Flugzeug gesetzt. Der Kopf wird entlastet und frei für Ihre wichtige Projektarbeit. 

Probieren Sie es aus

Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen. Soweit vom mir …  

Thomas Kölblin-Herzig 

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